Irans “Freie Presse”- Neues zum Fall Sakineh Mohammadie Ashtiani

Am 12. August wurde Sakineh Mohammadie Ashtiani zu einem öffentlichen TV-Geständnis gezwungen, in welchem sie nicht nur den Ehebruch (wegen dem sie gesteinigt werden sollte), sondern auch den Mord an ihrem Ehemann zugab. Das Ziel von irans Regierung ist klar: Man hofft das der Westen, der heftig auf das Todesurteil wegen Ehebruch reagiert hat, ein Todesurteilwegen Mord akzeptiert und endlich Ruhe gibt.

Für das Schicksal der Frau haben sich bereits viele öffentlcihe Stellen eingesetzt. Der brasilianischer Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hatte Ende Juli angeboten sie in seinem Land aufzunehmen und auch Deutschland hat Iran dazuaufgerufen, dass Todesurteil nicht zu vollstrecken. Das neuste Kapitel in dieser schrecklichen Geschichte zeigt, wie Irans Regierung auf den internationalen Druck reagiert. Das erzwugene öffentlichte Geständniss ist eine “widerwärtige Inszenierung”, wie es der österreischische AI-Generalsekretär ausdrückte.

Auch Ashtianis ehemaliger Anwalt Mohammad Mostafaie, der inzwischen nach Norwegen flüchten musste, wurde in dem “Geständnis” angegriffen. Er ist aber davon überzeugt, dass seine ehemalige Mandantin nur versucht hat ihr Leben zu retten.

Unter http://freesakineh.org/ kann man eine Petition zur Freilassung von Sakineh Mohammadie Ashtiani unterschreiben.

10vor10 Bericht über das “Geständnis”

Menschenrechtsaktivistin versucht den Tod einer Iranerin durch Steinigung zu verhindern

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