Anfangs Dezember 2008 haben insgesamt 94 (darunter Liechtenstein) Staaten die Konvention gegen Streumunition während der Osler Konferenz unterschrieben. Weitere 13 Staaten haben die Konvention danach unterschrieben. Ratifiziert wurde dieser Vertrag inzwischen von 30 Staaten.
Gestern, am 1. August 2008, ist der Vertrag über ein Verbot von Streumunition in Kraft getreten, 6 Monate nach der 30. Ratifizierung durch einen Staat. Mit dem Inkrafttreten der Streubomben-Konvention, kann nun mit der Umsetzung der Ziele des Vertrages begonnen werden. Darunter gehören die Säuberung der betroffenen Gebiete, Hilfestellung für die Opfer und die Vernichtung der Lagerbestände von Streumunition. Dabei müssen reichere Staaten Ärmere bei der Erfüllugn der Ziele unterstützen. Für alle Staaten die den Vertrag ratifiziert haben, sind diese diese Ziele bindend. Auf alle andere wächst der Druck.
Allerdings haben 5 grosse produzierte Staaten die Konvention nicht unterschrieben. Dies sind die USA, Indien, Russland, China und Brasilien.
Man kann nur hoffen, dass die Streubomben-Konvention einen ähnlichen Erfolg haben wird wie die Landminen-Konvention (Ottawa-Konvention),die seit dem 1. März 1999 in Kraft ist und inzwischen von 156 Staaten ratifiziert wurde.
